Teil IV: Begriffe M - P

ERP Glossar

Viele Fachtermini stehen zwischen einem weniger technisch-affinen Entscheider eines Schweizer KMU und einer neuen ERP-Lösung. Um die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen zu können und auch in Fachgesprächen eine gute Figur abzugeben, ist es jedoch unerlässlich, dass die nötigen Begrifflichkeiten beherrscht werden. Unser umfassendes ERP Glossar unterstützt Sie dabei.

Andere Begrifflichkeiten: A – C | D – G | H – L | M – P | Q – S | T – Z

Der vierte Teil unseres umfassenden ERP-Glossar liefert Erläuterungen zu den Begriffen Marketing, Materialwirtschaft, Manufacturing Execution System (MES), Nachverfolgung, Named-User-Lizenzmodell, Open Database Connectivity (ODBC), On Demand, On-Premise, Objekt-orientierte Programmierung (OOP), Produktdatenmanagement (PDM), Produktkonfigurator, Projektmanagementsoftware, Produktionsplanung und –steuerung (PPS) sowie Proxy Server.

Marketing

Das Marketing ist verantwortlich für die gezielte Ausrichtung eines KMU und dessen Leistungen hinsichtlich der Kommunikation mit der Zielgruppe. Wesentliche Daten zur Marketingsteuerung werden daher auch in der ERP-Anwendung verwaltet. Für die Gestaltung von Kundenbeziehungen und die erfolgreiche Berücksichtigung von Marktdaten ist eine Integration des CRM-Systems in das ERP-System ausserdem hilfreich.

Materialwirtschaft

Die Materialwirtschaft verwaltet und steuert Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens sowie im Zusammenhang mit Lieferanten und Kunden. Hauptaufgabe der Materialwirtschaft ist die effiziente Verteilung von Roh-, Hilfs- sowie Betriebsstoffen und weiteren Gütern in zeitlicher, räumlicher, mengenmässiger sowie qualitativer Hinsicht. Die Steuerung erfolgt unmittelbar im ERP-System.

Manufacturing Execution System

Ein Manufacturing Execution System (kurz: MES) ermöglicht die Produktionssteuerung und –kontrolle in Echtzeit. Es fungiert demnach als Schnittstelle zwischen unternehmerischer Planung und Prozessebene, indem es die Personal-, Betriebs- und Maschinendaten erfasst und mit den Vorgaben abgleicht. Der deutsche Begriff Produktionsleitsystem kann analog verwendet werden.

Nachverfolgung

Im Produktionsprozess und Qualitätsmanagement spielt die Nachverfolgung von Produkten und Gütern eine grosse Rolle. Hierbei wird die gesamte Lieferkette, angefangen vom Vorlieferanten bis hin zum Kunden, exakt dokumentiert und in der Regel in Chargen aufgeteilt. Entsteht an einer Stelle des Prozesses ein Fehler, können die Auswirkungen auf nachgelagerte Schritte transparent nachvollzogen werden. Die Nachverfolgung bildet damit die zwingende Basis für die Optimierung und Dokumentation der Lieferkette insbesondere in qualitativer Hinsicht und ermöglicht gezielte Rückrufaktionen bei Mängeln.

Named-User-Lizenzmodell

Lizenzmodelle für Software-Anwendungen richten sich in der Regel nach der Anzahl der Nutzer, die Zugriff haben sollen, um die Anwendung tatsächlich auch zu benutzen. Im Named-User-Modell werden Nutzungsrechte für namentlich genannte Anwender vergeben, diese Rechte sind demnach nicht übertragbar. Hingegen wird beim Concurrent-User-Modell die maximale Anzahl gleichzeitig zugreifender Nutzer festgelegt. Das Nutzungsrecht ist übertragbar und nur in der Summe der Zugriffe begrenzt.

Das sagen unsere Kunden:

"myfactory ist unser Tool zur Digitalisierung. Das Schweizer Cloud-ERP unterstützt uns bei der Steigerung der Produktivität und schafft Transparenz."

Marcel Frick

Mit-Inhaber Moving-Walls Ltd.

Das sagen unsere Kunden:

"Von Beginn weg hat myfactory unsere Produktivität und die Transparenz im Betrieb extrem gesteigert."

Silas Obrist

Geschäftsführer TST Trading GmbH

Das sagen unsere Kunden:

«Done is better than perfect.»
Mit dem richtigen Partner wagt man den Sprung ins kalte Wasser. ​

Albert Keel

Inhaber und Geschäftsführer MAKK AG

Das sagen unsere Kunden:

"Wichtig bei der Einführung eines ERP ist es, das Unternehmen und die Prozesse abzubilden. Man muss den Sprung ins Wasser wagen und darf sich nicht in Details verlieren. Optimieren kann man später immer noch."

Christoph Baumeler, Mitglied der Geschäftsleitung, Rüegg Udo AG

Christoph Baumeler

Mitglied der Geschäftsleitung, Rüegg Udo AG

Das sagen unsere Kunden:

"Unsere Entscheidung würde heute wieder gleich ausfallen, denn wir sind mit myfactory mehr als zufrieden. Wir empfehlen jedem KMU, sich bei der Suche nach einer Unternehmenslösung myfactory anzuschauen."

Mauro Autino_Mauro De Santo_CEO und CTO AkkuPoint AG

Mauro Autino & Mauro De Santo

CEO und CTO AkkuPoint AG

Das sagen unsere Kunden:

"Alle Kriterien des Pflichtenhefts wurden erfüllt. Das System lässt sich flexibel konfigurieren und beruht auf neuester Technologie. Unsere Prozesse werden ohne zusätzliche Schnittstellen oder Medienbrüche unterstützt. Zudem stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis."

Christoph Kiefer, CEO Rotel AG

Christoph Kiefer

CEO Rotel AG

Das sagen unsere Kunden:

"Es lohnt sich auf jeden Fall, die zusätzlich angebotenen Dienstleistungen des Anbieters in Anspruch zu nehmen, wie z.B. die Schulung der Mitarbeitenden."

Nicos Höhener

Nicos Höhener

Geschäftsführer, Heimgartner Fahnen AG

Das sagen unsere Kunden.:

"myfactory ist logisch aufgebaut und funktionell auf höchstem Niveau. Die Anwendungsbereiche sind optimal verlinkt, deshalb ist die Lösung äusserst einfach zu bedienen."

Markus Stöckli_Leiter Strategische Projekte Kisag AG

Markus Stöckli

Leiter strategische Projekte Kisag AG

Open Database Connectivity

Standardisierte Schnittstellen erlauben grosse Flexibilität in der Anwendung und Anbindung von ERP-Systemen. Open Database Connectivity (kurz: ODBC) bietet solche Schnittstellen auf Basis von SQL-Datenbanken. So können individuelle Software-Entwicklungen auf die ERP-Datenbank zugreifen oder andersherum wird der Zugang des ERP-Systems auf externe Datenbanken ermöglicht.

On-Demand

Das Bereitstellungsmodell „On-Demand“ ermöglicht einen schnellen und flexiblen Ressourcenzugriff auf Abruf. Im ERP-Umfeld wird diese Begrifflichkeit vor allem für Anwendungen aus der Cloud verwendet, die ohne den Aufbau eigener IT-Systeme zur Verfügung stehen. Kurze Vertragslaufzeiten, geringe Erstinvestitionen und hohe Skalierbarkeit sind die Hauptgründe für die zunehmende Verbreitung dieser Bezugsmodelle.

On-Premise

Das klassische Software-Nutzungsmodell wird in der IT-Sprache als „On-Premise“ bezeichnet: Ein KMU erwirbt dabei eine Software und betreibt diese selbst auf eigenen IT-Systemen. Gegen Entrichtung einer Software-Pflegegebühr wird die Anwendung laufend aktualisiert, für die Wartung der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur ist das Unternehmen jedoch selbst verantwortlich. Dem Modell „On-Premise“ steht die Nutzung „On-Demand“ gegenüber, bei der Betrieb und Wartung des gesamten IT-Systems von einem externen Anbieter übernommen werden.

Objekt-orientierte Programmierung

Die Objekt-orientierte Programmierung (kurz: OOP) bezeichnet eine Denkweise der Software-Entwicklung, in der Informationen als Objekte betrachtet werden, die miteinander kommunizieren können. Die Objekte sind dabei nicht unbedingt gegenständlich, sie bilden vielmehr logische Einheiten. In der Objekt-orientierten Programmierung wird daher die Trennung von Daten und Programmteilen aufgehoben, um reale Organisationsstrukturen besser abzubilden.

Produktdatenmanagement

Im Produktdatenmanagement (kurz: PDM) werden Daten der Produktentwicklung gespeichert und verwaltet. So werden Zeichnungen, Dokumente und Produktionspläne mit aufbewahrt sowie mit dem jeweiligen Produkt verknüpft. Auf diese Weise entsteht eine nachvollziehbare Historie, die insbesondere in der Produktentwicklung Zeit sparen und Qualität erhöhen soll. PDM-Lösungen werden stark unternehmensindividuell angepasst und beinhalten Schnittstellen zu Enterprise Ressource Planning- (ERP), Document Management- (DMS) und Computer Aided Design- (CAD) Systemen.

Produktkonfigurator

An der Schnittstelle zwischen Vertrieb und Produktion kommen Produktkonfiguratoren zum Einsatz, um individuelle Kundenanforderungen in den Produktionsprozess unkompliziert zu überführen. Auf Basis einer standardisierten und modularen Herstellung können so zahlreiche Varianten automatisch an die Produktionssteuerung übergeben werden. Mit zunehmender Verbreitung des Internets können Kunden die Konfiguration immer häufiger selbst bereits über Online-Portale vornehmen. Die Übersetzung der Anforderungen im ERP-System ist dabei von entscheidender Bedeutung für den Umfang der Konfigurationsmöglichkeiten.

Produktmanagementsoftware

Komplexe Produktionsaufträge werden nach den Regeln des Projektmanagements organisiert. Hierbei unterstützt eine Projektmanagementsoftware durch die Verwaltung und Visualisierung der Projektphasen, Meilensteine, Zeiten und Ressourcen. Es existieren zahlreiche isolierte Anwendungen zur Projektsteuerung. Moderne ERP-Systeme bieten jedoch mittlerweile auch ausgereifte Module mit voller Integration in die Produktions-, Kunden- und Mitarbeiterdaten an.

Produktionsplanung und –steuerung (PPS)

Zur Optimierung des Produktionsprozesses kommt ein Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS) zum Einsatz. Mit einer PPS-Anwendung werden die Durchlaufzeiten, Produktionsfristen und der effiziente Ressourceneinsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Maschinen und Personal koordiniert und laufend optimiert. Moderne ERP-Systeme verfügen daher über integrierte PPS-Module auf Basis einer einheitlichen Datenbank.

Proxy Server

Ein Proxy Server wird in Netzwerken als Vermittler zwischen zwei Seiten genutzt. Dabei übernimmt dieser Anfragen, die er dann im eigenen Namen weitergibt und damit als Stellvertreter fungiert. Bei der Nutzung von On-Demand ERP-Systemen bildet ein Proxy Server eine Sicherheitsbarriere zwischen dem internen Netzwerk und dem öffentlichen Internet, indem er unbefugte Personen am Zugriff auf interne Informationen hindert.