Heiniger Kabel hat mit dem ERP-System myfactory auch zur Cloud einen guten Draht

Ob wir wollen oder nicht, irgendwie hängen wir immer am Draht. Trotz WLAN und Cloud sind Verbindungs- und Leitungskabel aus unserer elektrifizierten Welt nicht wegzudenken. Mit ihren Produkten sorgt die Heiniger Kabel AG für sichere Anschlüsse. Am Produktionsstandort Steinhausen ZG setzt der Kabelkonfektionär mit myfactory erfolgreich auf ein ERP-System aus der Cloud. Damit werden nicht nur die internen Prozesse unterstützt, sondern auch die Arbeitsplätze im Homeoffice und im rumänischen Produktionsbetrieb.

Solange Strom und Daten fliessen, machen wir uns kaum Gedanken, wie viele unterschiedliche Kabel in unserem Alltag zur Anwendung kommen. Anders ist das bei der Heiniger Kabel AG. Das Schweizer Unternehmen ist mit seinen rund 100 Mitarbeitenden spezialisiert auf die Herstellung, Konfektion und Vertrieb von Kabeln aller Art. Während man sich im Hauptsitz Köniz auf Handel und Vermarktung von Kabeln konzentriert, sind in der Niederlassung Steinhausen ZG 10 Mitarbeitende im Bereich Kabelkonfektion tätig. Von hier aus wird auch die Herstellung der Produkte in Rumänien geplant und koordiniert. Die internationale Kundschaft ist hauptsächlich in den Branchen MedTech, Automation und IT/ Telekommunikation zu Hause. Zur Anwendung kommen die Kabel und Kabelsätze vor allem im Apparate- und Maschinenbau.

 

Systemwechsel wegen zu teuren Updates

Für die digitale Unterstützung der Unternehmensprozesse setzt die Heiniger Kabel AG seit 2008 auf die ERP-Software eines grossen Anbieters aus den USA. Um eine möglichst hohe Passgenauigkeit mit den Arbeitsabläufen zu erreichen, hatte man im Lauf der Zeit zahlreiche individuelle Anpassungen vorgenommen. Genau diese wurden im Jahr 2018 zum Stein des Anstosses. Der damalige Systempartner verlangte für den Wartungsvertrag pro Jahr einen fünfstelligen Betrag. Das stiess nicht nur bei Patrick Misteli, Geschäftsleitungsmitglied und Bereichsleiter der Niederlassung Steinhausen, auf Unverständnis: «Trotz laufendem Wartungsvertrag hätte uns allein der Aufwand für das Update mehrere Hundertausende Franken gekostet und damit mehr als die damalige Neueinführung dieser Software.» Als Konsequenz wurde ein neues System gesucht, welches trotz kundenspezifischer Erweiterungen kostengünstig und skalierbar ist, regelmässig gewartet wird und die Anforderungen der Heiniger Kabel AG in der Produktion erfüllt.

 

Flexible ERP-Software aus der Public-Cloud

Nebst den tieferen Betriebskosten lag das Augenmerk bei der Software-Suche besonders auf der dezentralen Nutzung der Unternehmenslösung. Die vollständige Integration des rumänischen Betriebs ins neue ERP-System war daher ein weiteres wichtiges Ziel. «Aufgrund unserer umfangreichen Materialbewegungen zwischen der Schweiz und Rumänien benötigen wir jederzeit volle Transparenz, wo sich gerade Rohmaterial und Fertigfabrikate befinden. Dazu ist es notwendig, dass auch die Mitarbeiter in Rumänien das ERP nutzen können», erklärt Patrick Misteli, «Mit myfactory haben wir die passende Lösung gefunden, welche unsere Bedürfnisse erfüllt und über ein gutes Kosten-/Nutzenverhältnis verfügt. Allein die Projektkosten können wir durch tiefere Betriebskosten innerhalb von 5 Jahren amortisieren». Dass die myfactory aus der Public Cloud zu Kosteneinsparungen sorgt, ist nur einer von vielen Vorteilen. Auch die Nutzung kann dank den Abos jederzeit flexibel und individuell angepasst werden. Besonders interessant ist für die Heiniger Kabel AG, dass man sich nicht mehr selbst um den Systemunterhalt kümmern muss, sondern die Software als Dienstleistung aus hochsicheren Rechenzentren in der Schweiz beziehen kann.

 

 

Ideale Produktionslösung für dezentrale Standorte

Im Frühling 2017 entschied sich die Kabel Heiniger AG, das webbasierte ERP-System myfactory in der produktionsorientierten Niederlassung Steinhausen einzuführen. Unterstützt wurde das Einführungsprojekt durch die Spezialisten des Softwareanbieters myfactory Schweiz in Form von Beratung, Programmierung, Parametrierung und Schulung. Man sei eben ein kleines KMU und konnte nicht die halbe Firma für das Projekt abstellen, blickt Patrick Misteli zurück. Um die umfangreiche Datenübernahme aus dem alten System kümmerte sich intern ein Mitarbeiter in Teilzeit. Am 1.1.2018 stand dem Go-live nichts mehr im Wege.

Trotz der überschaubaren Unternehmensgrösse verfügt man beim Zuger Kabelkonfektionär mit myfactory über einen beachtenswerten Lösungsumfang. Zum Einsatz kommen dabei die Module Verkauf, Einkauf, Buchhaltung (ohne Lohn), Produktion und Lager. Mittels QR-Codes auf den Waren können die Lagerbuchungen direkt in myfactory eingelesen werden. Alle auftragsbezogenen E-Mails sind inklusive der Dokumentenarchivierung ebenfalls in myfactory integriert. Speziell für den internationalen Warenverkehr zwischen der Schweiz und Rumänien wurden individuelle Anpassungen in myfactory vorgenommen, so Patrick Misteli: «Da wir in Rumänien produzieren, das Rohmaterial jedoch aus der Schweiz beistellen, müssen wir über myfactory auch die Zolldokumente wie zum Beispiel Packlisten erstellen. Dies war im Standard nicht vorhanden und wurde für uns angepasst. Dabei können wir stets die Vorteile der Public-Cloud nutzen.»

 

Cloud-ERP für das Arbeiten im Homeoffice

Ob gerade Material per LKW über die Strassen Europas rollt oder noch genügend Ware in Rumänien an Lager liegt, weiss man heute bei der Kabel Heiniger AG in Echtzeit. Welche Vorteile ein ERP-System aus der Cloud auch in aussergewöhnlichen Zeiten bietet, zeigte sich Patrick Misteli während der Corona-Zeiten: «Mit dem Cloud-ERP myfactory können unsere Mitarbeitenden in der Administration problemlos im Homeoffice arbeiten. Die Umstellung hat uns keine einzige Minute an Mehraufwand verursacht. Das Ziel, die IT-Kosten zu senken und auf ein flexibles ERP-System umzusteigen, haben wir erreicht und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.»

Das sagt die Heiniger Kabel AG:

«Mit dem Cloud-ERP myfactory können unsere Mitarbeitenden in der Administration problemlos im Homeoffice arbeiten. Die Umstellung hat uns keine einzige Minute an Mehraufwand verursacht.»

Patrick Misteli

Geschäftsleitungsmitglied und Bereichsleiter der Niederlassung Steinhausen